Frauenpower bei der Bürgerhilfe

8. März Internationaler Frauentag. 63 Prozent der Mitglieder der Bürgerhilfe sind weiblich. Auch bei den Aktiven ist der Anteil der Frauen vergleichbar hoch. Ohne Frauen geht bei uns nichts.

Seit 1911 feiern Frauen den „Internationalen Tag der Frauen“, an dem weltweit auf Frauenrechte und die Gleichstellung der Geschlechter aufmerksam gemacht wird. Der Tag soll die Errungenschaften der Frauenrechtsbewegung feiern, die Aufmerksamkeit auf bestehende Diskriminierung und Ungleichheiten richten und dazu ermuntern, sich für eine Geschlechtergerechtigkeit einzusetzen. Und da gibt es mehr als eine Baustelle.

Unsere Emma, sprich Alice Schwarzer, will den Tag ja abschaffen. Sie nennt ihn eine „symbolische Schmeichelei“, die aber nichts an realen Problemen ändere. Als solche nennt sie die Ungleichbezahlung von Frauen und deren noch immer deutlich höheren Anteil an unbezahlter Hausarbeit. Vielleicht hat sie ja Recht. Irgendwie scheint dieser Tag so gönnerhaft wie der Muttertag.

Engagierte Frauen

Aber das ist heute nicht das Thema. Schaut man sich das ehrenamtliche Engagement bei der Bürgerhilfe Maintal von Frauen und Männern an, so stellt man fest, dass ohne die Frauen nichts geht. 64 % unserer Aktiven sind weiblichen Geschlechts. Der Schein darf allerdings nicht trügen. Statista sagt: Im Jahr 2020 waren 52 Prozent Frauen und 49,4 % Männer ehrenamtlich engagiert. Männer übernehmen jedoch wesentlich häufiger eine Leitungsfunktion im Engagement.  Woran liegt das? Nehmen die Frauen sich eben doch zurück und wollen lieber nicht die Verantwortung in der ersten Reihe? Und noch einen Unterschied gibt es: Frauen engagieren sich häufiger in den Bereichen Religion und Kirche, Schule oder Kindergarten sowie im gesundheitlichen und sozialen Bereich. Männer vor allem in den Bereichen Sport und Bewegung, Politik, im Unfall- oder Rettungsdienst und in der Freiwilligen Feuerwehr. Leider kein Klischee, sondern Fakt.

Wie dem auch sei, liebe Frauen. Am 8. März ist Frauentag. Der Tag gehört Euch. Feiert ihn und Euch selbst. Denkt dran: Unsere emanzipatorischen Errungenschaften sind nicht selbstverständlich. Haltet Augen und Geist offen!

hh

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