Hilfsdienste leicht gemacht

Desöfteren taucht die Frage auf, ob man denn stets zur Stelle sein muss, wenn man sich für Hilfsdienste bei der Bürgerhilfe ehrenamtlich meldet. Gisa Hofmann erläutert, wie es ganz flexibel funktioniert.

Immer wieder kommt es vor, dass Menschen gerne ehrenamtlich für die Bürgerhilfe tätig sein wollen. Sie befürchten aber, sich zeitlich festlegen zu müssen und engagieren sich dann lieber gar nicht. Wir haben Frau Gisa Hofmann, die 2. Vorsitzende, gefragt, wie das eigentlich funktioniert.

Frau Hofmann, muss man denn immer zur Stelle sein, wenn man sich für Hilfsdienste gemeldet hat?
Nein! Wenn uns ein Mitglied um Hilfe bittet, schauen wir zunächst in unserer Datenbank nach, welche Aktiven sich beispielsweise für Begleitdienste gemeldet hat. Wir rufen das Mitglied an und fragen nach, ob der Tag und die Uhrzeit passen. Wenn nicht, suchen wir weiter, bis wir jemanden gefunden haben.

Es ist also gar nicht schlimm, wenn man mal nicht kann oder will?
Nein, gar nicht. Die Menschen wollen ja helfen, sonst hätten Sie sich nicht gemeldet. Da kann es eben immer mal vorkommen, dass es mit dem Termin nicht klappt.

Kann ich mir den Dienst denn aussuchen?
Natürlich. Wir sprechen mit jedem, der helfen will, vorher genau ab, welche Dienste er oder sie leisten kann und will. Dafür haben wir auch unseren Fragebogen „Aktive Dienste“. Darin sind alle möglichen Dienste übersichtlich aufgelistet. Das hilft schon mal bei der Entscheidung.

Wie sind die Dienste denn rein zeitlich einzuordnen?
Viele Dienste sind kurzfristig gedacht. Die Hilfe im Haushalt ist beispielsweise ein Hilfsangebot für Notfälle, also wenn beispielsweise ein Mitglied aus dem Krankenhaus entlassen wird und dann für kurze Zeit Unterstützung benötigt. Ebenso ist die Entlastung pflegender Angehöriger ein spezieller Hilfsdienst, denn Pflege können und dürfen wir nicht leisten. Hier geht es darum, dass ein pflegendes Familienmitglied für ein oder zwei Stunden einen Freiraum erhält.

Es gibt natürlich auch Dienste, die einer gewissen Verbindlichkeit bzw. Kontinuität bedürfen. Beispielsweise die Besuche älterer Menschen im Heim oder ein Kind regelmäßig vom Kindergarten abzuholen. Da bauen sich ja persönliche Beziehungen auf, man lernt sich kennen, vertraut einander.

Was ist mit Menschen, die zwar ehrenamtlich helfen wollen, aber sich eben nicht regelmäßig einbringen wollen oder können?
Die sind genau richtig bei uns! Je mehr Menschen sich bei uns für eine aktive Mitarbeit entscheiden, desto größer die Chance für unser Büroteam, einen geeigneten Helfer zu finden! Wer gerade Zeit hat, der kann eingesetzt werden, wer gerade in Urlaub ist, ist eben gerade in Urlaub. Kein Problem!

Und wenn ich nur in den Ferien oder im Urlaub Zeit habe?
Auch das ist unproblematisch. Wir vermerken dies in unserer Datenbank und können es dann berücksichtigen. Gerade bei uns gibt es auch immer mal wieder „saisonale“ Lücken, dann passt das hervorragend. Wer Spaß am Wirken und der Zusammenarbeit mit einem netten Team hat, ist bei uns jedenfalls immer willkommen

Danke, Frau Hofmann

Frau Hofmann ist seit 2002, bei der Bürgerhilfe dabei. Als zweite Vorsitzende kümmert sie sich mit um Vereinsangelegenheiten. Insbesondere betreut Sie mit netten Kolleginnen das Büro und die Mitglieder der Bürgerhilfe.

Autorin: hh
Foto-Copright: Gisa Hofmann