„Staatspark Wilhelmsbad und der Einsiedler“
– Wanderung von Hanau-Wilhelmsbad nach Bruchköbel –
– Wanderung von Hanau-Wilhelmsbad nach Bruchköbel –
Mit strahlendem Sonnenschein, schneebedeckten Wegen und eisigen minus sechs Grad startete die Wandergruppe der Bürgerhilfe Maintal e.V. ins neue Jahr.
56 Wanderinnen und Wanderer hatten sich eingefunden – sehr zur positiven Überraschung des Wanderteams –, um gemeinsam die rund 14 Kilometer lange Winterwanderung von Hanau-Wilhelmsbad nach Bruchköbel in Angriff zu nehmen.
Ausgangspunkt war der Eingang des historischen Staatsparks Hanau-Wilhelmsbad, dessen imposante Gebäude aus dem 18. Jahrhundert einst als Kurbadanlage dienten und auch an diesem frostigen Morgen eine besondere Atmosphäre ausstrahlten. Von dort führte der Weg zunächst zum Bismarckturm, bevor die Gruppe auf schmalen Pfaden durch den winterlichen Wald wanderten.
Hinter der Brücke über die A66 wurde es kurzzeitig abenteuerlich: Querliegende Bäume und ein später noch ein winziger Pfad durch dichtes Buschwerk forderten Aufmerksamkeit und Trittsicherheit. Die Mühe wurde jedoch belohnt – an einer Schutzhütte im Wald wartete eine willkommene Überraschung. Wanderfreund Knut spendierte heißen Ebbelwoi, der bei den Temperaturen dankbar angenommen wurde und neue Energie verlieh.
Da ein zuvor erkundeter Streckenabschnitt witterungsbedingt unpassierbar war, wich das Wanderteam auf eine neu erkundete Route aus und setzte die Tour nach Überquerung des Krebsbaches Richtung Kinzigheimer Hof fort. Nach einem kurzen Weg durch Bruchköbel kehrte die Gruppe schließlich pünktlich zur Mittagszeit in der Gaststätte „Waldschänke“ ein, wo die wohlverdiente Pause eingelegt wurde.
Für einen besonderen Moment sorgte der überraschende Besuch der Bruchköbeler Bürgermeisterin Sylvia Braun, die auf Einladung des Wanderteammitglieds Manni vorbeischaute und die Wandergruppe herzlich begrüßte.
Gut gestärkt ging es anschließend durch den Bruchköbeler Wald zurück. An der Anschlussstelle Hanau-Nord nutzte die Gruppe den Fußgängertunnel zur sicheren Querung der B45, bevor der Weg entlang des Golfplatzes Wilhelmsbad erneut in den Wald des Staatsparks führte.
Zum Abschluss wartete noch ein kulturhistorischer Höhepunkt: versteckt im Wald wurde die Eremitage „Der Einsiedler“ besucht. Unter einem künstlichen Hügel befindet sich eine Grotte mit einer lebensgroßen Figur in Mönchskutte – ein Kurpark-Schaustück aus den Jahren 1785 bis 1788, das einst zur Unterhaltung der Gäste des Erbprinzen Wilhelm diente. Einen echten Einsiedler hat es hier allerdings nie gegeben.
Kurz darauf war der Ausgangspunkt der Rundwanderung wieder erreicht. Mit 14,3 Kilometern Länge, ohne nennenswerte Steigungen und einer reinen Gehzeit von 3 Stunden und 25 Minuten erwies sich die erste Wanderung des Jahres als gelungener Auftakt.
Das Wanderteam wünscht allen Mitgliedern und Gästen ein gutes Neues Jahr.