Wandern durch zwei Täler
– Natur erleben zwischen Kefenrod-Bindsachsen und Ortenberg-Gelnhaar –
– Natur erleben zwischen Kefenrod-Bindsachsen und Ortenberg-Gelnhaar –
Eigentlich hatte die August-Wanderung der Wandergruppe der Bürgerhilfe Maintal ein größeres Ziel: Drei Täler sollten im Vogelsberg östlich von Ortenberg erkundet werden. Doch bei hochsommerlichen Temperaturen von über 30 Grad erwies sich dieses Vorhaben als zu anspruchsvoll. So konzentrierten sich die 23 Wanderinnen und Wanderer auf eine abwechslungsreiche Tour durch zwei Täler – und erlebten dabei viel Natur und einige interessante Wegabschnitte.
Ausgangspunkt war der Sportplatz der SG Bindsachsen in Kefenrod-Bindsachsen. Gleich zu Beginn wartete ein längerer Anstieg auf die Wandergruppe. Die Temperaturen waren zu diesem Zeitpunkt noch recht angenehm, sodass die ersten Höhenmeter gut zu bewältigen waren. Anschließend führte der Weg durch ein naturbelassenes Waldgebiet, dessen angenehme Kühle bei den sommerlichen Temperaturen besonders willkommen war.
Weiter ging es hinunter ins Wolfsbachtal und auf dem „3-Täler-Wanderweg“ hinein ins Bleichetal. Der Wanderweg verbindet die beiden Rundwanderwege „Usenborn-Gelnhaar“ und „Gelnhaar-Bindsachsen“. Als Wegsymbol begleitete die Wandergruppe dabei der Schwarzstorch. Die ausgedehnten Waldgebiete der Region bieten diesem seltenen Vogel ideale Lebensbedingungen.
Kurz vor Ortenberg-Gelnhaar wartete noch ein Anstieg zu den „Heim- und Werkstätten Rauher Berg“. Die Einrichtung ist ein besonderer Lebensort, an dem Menschen mit und ohne Assistenzbedarf leben und arbeiten. Am Grillplatz von Gelnhaar erreichte die Gruppe schließlich ihr Etappenziel. Bei einer ausgedehnten Rast stärkten sich die Wanderfreunde mit den Köstlichkeiten aus ihren prall gefüllten Rucksäcken. Inzwischen hatte die sommerliche Hitze allerdings deutlich zugenommen und die Lufttemperatur die 30-Grad-Marke überschritten. Deshalb entschloss sich das Wanderteam, den ursprünglich geplanten Rückweg zu verkürzen und möglichst viele schattige Wegabschnitte zu nutzen.
Über den „Rauheberg“ ging es zunächst auf bereits bekannten Wegen zurück ins Bleichetal. Am „Pariser Eck“, einem Rastplatz an einem ehemaligen Naturschwimmbad, legte die Gruppe noch einmal eine Erfrischungspause ein. Natürlich durfte auch das obligatorische Gruppenfoto nicht fehlen. Ein kurzer Abschnitt durch den schattigen Wald brachte die Wanderer anschließend zur historischen Bettenstraße. Der mittelalterliche Handelsweg zwischen der Reichsstadt Frankfurt und Thüringen bildete den letzten Abschnitt der abwechslungsreichen Rundwanderung und brachte die Gruppe zurück zum Ausgangspunkt in Bindsachsen.
Trotz der großen Sommerhitze bot die Wanderung durch Wolfsbach- und Bleichetal abwechslungsreiche Landschaften, schattige Waldwege und interessante Einblicke in die Region. Mit 14,9 Kilometern Strecke, 250 Höhenmetern im Anstieg und einer reinen Gehzeit von rund 3¾ Stunden war die Tour auch in der verkürzten Variante eine durchaus sportliche August-Wanderung.